Chemiestudium

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In diesem Bereich findet ihr einen Erfahrungsbericht zum Bachelor of Science, Studienverlaufspläne und Modulbeschreibungen, weitere Informationen zu den Praktika und andere hilfreiche Informationen zum Studium.

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Im Rahmen des Bologna-Prozesses wurde zum Wintersemester 2007/2008 der alte Diplomstudiengang Chemie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel auf Bachelor of Science: Chemie umgestellt. Diese Umstellung brachte viele Veränderungen in Aufbau und Organisation des Studienganges mit sich.

 

 

Die wesentlichen Unterschiede zum Diplomstudiengang lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Der Bachelor ist der erste akademische Grad und berufsqualifizierende Abschluss eines mehrstufigen Studienmodells. (Nach dem erfolgreichen Bachelorabschluss kann man direkt ein Masterstudium anfangen) Die Regelstudienzeit beträgt sechs Semester.Durch Verkürzung der Studiendauer auf sechs Semester erfolgte eine allgemeine „Stoffverdichtung“. So wurden die Studieninhalte viel mehr zum Theoretischen verschoben. Die Praktikumzeiten und dementsprechend praktische Aufgaben wurden dadurch im Vergleich zum Diplom verkürzt.
  • Es erfolgte eine allgemeine Modularisierung des Studienganges. Module sind inhaltlich und methodisch verknüpfte Lehr- und Lerneinheiten. So kann ein Modul z.B. aus einer Vorlesung, Übung und einem dazugehörigen Seminar bestehen. Praktisch heißt es, man muss alle Lerneinheiten eines Moduls belegen, um diesen zu bestehen.
  • Für jede bestandene Modulprüfung erhält man eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten(LP) oder s.g. Credit Points (CP). Ein Leistungspunkt entspricht etwa dem Arbeitsaufwand von 30 Stunden Präsenz- und Selbststudium.
  • Man muss auch sagen, dass der neue Studiengang im Vergleich zum „alten“ Diplom viel strukturierter aber auch bürokratischer ist.

So muss man sich als Student für jede Prüfung offiziell anmelden bzw. von dieser Prüfung sich wieder abmelden.

  • Man hat allgemein nur drei Versuche, eine Prüfung zu bestehen. Sollte man in allen drei Anläufen durchfallen, wird man, mit Ausnahme der Härtefälle, zwangsweise aus dem Studiengang extramatrikuliert.

Schon anhand der aufgeführten Änderungen wird es deutlich, dass der Bachelor im Vergleich zum Diplom „verschulter“ ist. Man hat sein Studium im bestimmten Zeitrahmen zu schaffen und kann nicht beliebig oft Prüfungen wiederholen.

So bekommt man am Anfang des Studiums einen Studienverlaufsplan. Dieser Verlaufsplan besagt, welche Module im welchen Semester belegt werden sollen. So können die Studenten ihre ganze Studiumszeit sehr genau durchplanen.

Außerdem ist auf der Internetseite der Sektion Chemie eine Beschreibung zu jedem einzelnen Modul online abrufbar, s.g. Modulbeschreibung. In dieser kann jeder nachlesen, was einem im entsprechenden Modul erwartet, welche Voraussetzungen man erfüllen muss u.s.w.

Sehr wichtig bei der Studienplanung ist die Tatsache, dass bestimmte Module, insbesondere Praktika, definierte Zulassungsvoraussetzungen haben. So wird man beispielsweise nur dann zum Organisch-Chemischen Grundpraktikum zugelassen, wenn man zuvor schon den Modul „Organische Chemie 1“ bestanden hat.

Trotz der Verschiebung des Schwerpunktes zur Theorie, ist unser Studiengang immer noch sehr praktisch gestaltet. In jedem Semester hat man mindestens ein universitäres Praktikum zu absolvieren. Die Praktika bieten eine ausgezeichnete Abwechslung zu den, zum Teil sehr theoretisch ausgerichteten, Vorlesungen. Außerdem ist es für Chemiker einfach unabdingbar, mal selber praktische Erfahrungen im Umgang mit Chemikalien zu sammeln.